Archiv für August 2011
Interieurs gestalten mit Sweet Home 3D
Wenn es darum geht, ein Interieur als Spielegrafik zu gestalten, gibt es eine prima Hilfe: Die Open Source Suite „Sweet Home 3D“, aktuell in der Version 3.3 verfügbar. Was an sich eine Wohnungs- bzw. Einrichtungsplanungs-Software ist, lässt sich super benutzen um Innenszenen zu komponieren. Über eine Import-Schnittstelle können verschiedene gängige 3D-Formate importiert und als Mobiliar in der Szene platziert werden. Das Importieren funktionierte bei einem mehrtägigen Test einwandfrei. Die mitgelieferte Render-Engine ist recht brauchbar und es lassen sich sogar Kamerafahrten durch die erstellte Szenerie aufnehmen. Wer mehr will, kann erstellte Interieurs exportieren und extern texturieren und rendern. Für Entwickler von Grafik-Adventures, Suchbildspielen etc. ein ganz heißer Tipp, für eine 3D-Software einfach zu bedienen, läuft sehr stabil und ist wie eingangs erwähnt Open Source.
Der Vorteil liegt in der Kombination von Baukastensystem und guter Schnittstelle zum Verwenden eigener Modelle oder Ressourcen aus dem Internet. Die Werkzeuge der Software sind optimiert dafür, schnell und einfach Wände hochzuziehen, Böden und Dächer zu erzeugen, Beleuchtungen zu platzieren, die Sorge um den richtigen Maßstab wird einem weitestgehend abgenommen, kurzum – so arbeitet man gerne! Wem die Qualität der internen Render-Engine nicht ausreicht, kann im .obj-Format exportieren und rendern, wo es ihm beliebt.
Mehr Informationen & Sweet Home 3D downloaden: www.sweethome3d.com
Nicht vorenthalten werden sollen 2 Arbeitsbeispiele vom Autor, in Vorschau-Qualität innerhalb von Sweet Home 3D gerendert. Vergleichbare Szenen lassen sich mit wenigen Stunden Aufwand erstellen, was einen darüber nachdenken lässt, ob man nicht als nächstes Game-Projekt ein Grafik-Adventure im guten alten Sierra-Stil ins Auge fassen sollte …
Beispiel für einen Innenszene:

Beispiel für eine Außenansicht:

Construct 2 – Endlich zum Verkauf
Seit geraumer Zeit ist auf der Website von Scirra der Kauf einer Construct-2-Lizenz möglich.
Dabei unterscheiden sie in die stark limitierte Free-Edition (kostenlos), die Standard- (ca. 22€) und die Business-Version (ca. 117€) (jeweils Release 51).
Zudem handelt es sich um ein Angebot, da die Release-Editionen rund 50 bis 100% teurer sind, also hab ich gleich mal zugegriffen und eine Standard-Lizenz über PayPal erworben, mit der man Spiele fast unlimitiert entwickeln kann, denn kommerzielle Games dürfen Einnahmen von umgerechnet über 3470€ nicht übersteigen. Auch die Webseite an sich hat sich etwas verändert: Somit wurden einige nette Grafiken, ein Onlineshop (Store) und Seiten in den Untermenüs hinzugefügt.
Obwohl sich Construct 2 immer noch in der Anfangsphase befindet und noch längst nicht ausgereift ist, kann sich das Entwicklungstool schon mit seinem Vorgänger messen. Daher ist die Unterstützung von Scirra durch den Kauf kein Fehlgriff, denn die (wie ich annehme) ehemaligen Studenten haben nun alle Zeit der Welt, um ihr neues Projekt zur Perfektion hin zu entwickeln…
